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  Little Pen  
   
   

PR für Autoren

   

"Was machen amerikanische Verlage, dass sie immer wieder Bestseller hervorbringen, die schnell auch ihren Weg über den großen Teich schaffen?" fragte ich meine amerikanische Freundin, Literaturprofessorin und Autorin.

"Die Verlage machen gar nichts", sagte sie, "aber jeder Autor hat einen Agenten, der ihn an die Hand nimmt und ihm sagt, was er alles tun soll.

Ein Bestsellerautor soll sein erstes Buch sogar auf einem Supermarktplatz aus einem Kofferraum verkauft haben.

Eine originelle Möglichkeit - sicher nicht die Schlechteste.

Die neuen Medien bieten unzählige weitere Möglichkeit, man muss sie nur nutzen.
Kein Produkt schafft es ohne PR-Anstrengungen zum Kunden, auch das Buch nicht.

Ein Verlag hat nur begrenzte Möglichkeiten - kein Leser interessiert sich für den Verlag.
Der Verlag stellt das Buch her und eine gute Infrastruktur zu den wichtigen Groß- und Buchhändlern.
Ein guter Verlag hat natürlich einen direkten Draht zu den Medien.
Er wird also über die Neuerscheinung eines Buches berichten. Er wird dies zu bestimmten Anlässen wie Weihnachten oder Sommerurlaub wieder tun. Doch wenn ihm der Autor kein weiteres Futter bietet, also Bilder und Zeitungsnotizen über attraktive Lesungen oder andere Events, worüber soll der Verlag dann noch berichten? "Das Buch gibt es immer noch, es ist immer noch zu haben, es ist immer noch gut ...? Das würde sicher keinen Leser vom Hocker reißen und dazu bewegen, das Buch zu bestellen.

Ja, ich weiß, Autoren sind oft scheue Wesen, aber das nützt alle nichts, sie müssen sich überwinden und notfalls lernen.
Veröffentlichen - heißt öffentlich zu sein - sich der Öffentlichkeit zu stellen.
Wer das nicht will, der soll Tagebuch schreiben, oder nur für seine engsten Freunde.

Lesungen - gut gestaltete, unterhaltsame Lesungen, sind der Königsweg.
Und es gibt unzählige weitere Möglichkeiten - Kreativität ist gefragt - daran sollte es einem Autor nicht fehlen.