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| Little Pen
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Ja was wollen sie eigentlich - diese
Verleger? ♦
Warum sagen sie mir ab, obwohl alle
meine Freunde den Roman gut finden? Alle diese Fragen sind richtig. Jeder Verlag lebt davon, dass er Bücher macht die er dann verkauft. Doch es gibt kaum ein Produkt, bei dem so ungewiss ist, wie es sich verkaufen wird. Wenn es die Formel dafür gäbe, sie wäre Unsummen wert. Ein neuer Autor ist wie eine Aktie - deren Wertentwicklung keiner voraussagen kann. Es gibt also nur einige Kriterien, an denen sich der Verleger/Lektor orientieren kann. Natürlich ist eine gute Sprache ein ganz wesentliches Kriterium. Aber auch das Thema - auch dieses unterliegt den Zeitströmungen. Der Leser will Vertrautes finden, aber auch Neues, Ungewöhnliches, das in elektrisiert und inspiriert. Bücher die Tabus brechen, können
erfolgreich sein, wenn die Medien sie aufgreifen. Fakt ist, der größte Teil der
Bücher findet nur wenige Leser. Die Welt und die Natur sind verschwenderisch. Nicht aus jeder Blüte wird eine Frucht. Nicht aus jedem Ei oder Samen wird ein Mensch. Nicht jede kleine Schildkröte schafft es ins Meer. Nur die Stärksten und die Glücklichen überleben. Die Vielfalt ist gut, so gibt es für jeden Leser etwas im Angebot. Diese Leser gilt es zu gewinnen. Der Verlag und der Autor können viel dazu beitragen ein Buch auf einen guten Weg zu lenken. Die wichtigste Rolle spielt jedoch der Autor. Ohne ihn geht gar nichts. Das ist leider den wenigsten
Autoren bekannt. Und so stellt der Autor das größte Risiko für einen Verlag
dar. Ein Buch nimmt man mit ins Café, in die Straßenbahn, auf Reisen, in den Urlaub, an den Strand und ins Bett. Das tut man nur bekanntlicherweise nur mit sympathischen Menschen. Ein Autor, der nicht in Kontakt tritt mit seinen Lesern, ist wie ein Sänger der nicht auftritt und sagt: "die sollen halt meine CD kaufen". Ja - Verleger wollen das Gleiche wie der Autor - möglichst viele
Bücher verkaufen.
Einen Roman zu schreiben ist nicht
genug.
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