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  Little Pen  
   
   
   

Dem Leser und zukünftigen Fan begegnen,

nie war das leichter als heute. Doch gerade diese Leichtigkeit verführt. Es gilt munter, mutig und trotzdem maßvoll zu sein. Quasselstrippen sind alles andere als interessant und attraktiv.

Reden um des Redens willen sollten gerade Autoren vermeiden. Worte sind der Arbeitsstoff des Schriftstellers und daher das wertvollste Element, seinen Geist, seine Fantasie seinen Esprit zu zeigen.

Also, kein Ausschütten mit der Gießkanne, nach dem Motto „viel hilft viel“ oder „Hauptsache wieder einmal etwas gesagt“. Gut zu werben heißt seine Stärken, sein Können durchblitzen zu lassen in allem was man tut. Diamantensplitter versprühen, als kleine Hinweise auf verborgene Schätze.

Unter Kumpeln ist es natürlich gemütlich, da ist quatschen und albern und persönlicher Austausch beim symbolischen fb-Käffchen absolut okay. Gegenüber potentiellen Kunden – also Lesern oder zukünftigen Lesern – schlicht und einfach unprofessionell.

Posting sollen deswegen bewusst gesetzt werden, wie ein Schriftsteller auch im Buch jedes Wort, jeden Satz, bewusst und gezielt setzen sollte. Mag es noch so leicht hingeworfen klingen, es sollte ein sinnvoller und zielgerichteter Vorgang.

Und, werden Sie nicht zum Kumpanen. Potentielle Leser müssen nicht alles wissen, z. B. wann man aufsteht, Kaffee trinkt, wann man duscht und einkaufen geht. Man fragt nicht seine Leser nach Namen und Städten für die eigenen Geschichten. Wer alles verrät ist ein Mensch ohne Geheimnisse. Das ist langweilig wie ein Buch ohne Überraschungen, ohne geheimnisvolle Rätsel die einem dazu drängen weiter zu lesen. Man wird langweilig und eindimensional und erwartet von einer solchen Person keine interessanten Geschichten.

Jeder sollte ganz gleich zu Beginn entscheiden: was will ich erreichen? Wen will ich ansprechen? Wie unterhalte ich meine Leser. Jeder soll gleich zu Beginn entscheiden, welcher öffentliche Charakter will ich sein und wie will ich diesen inszenieren. Durchaus ganz nah an dem was man ist, ohne sich nackt auszuziehen. Jeder ist eine private und öffentliche Person. Und auch in das eigene Privatleben sollte man nur gelegentlich für einen kurzen Augenblick mal die Tür oder ein Fenster blitzartig öffnen und ganz schnell wieder schließen. Wer alles zu wissen meint, wendet sich schnell anderen, neuen, interessanteren Dingen zu.