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Von innen und von außen betrachtet

Niemand kennt seinen Text besser als ein Autor, warum hat er also so wenig Mitspracherecht bei m Cover, beim Klappentext.

Kein Mensch wird das natürlich anzweifeln. Doch genau in diesem Wissen liegt auch ein Problem. Denn oft fehlt einem genau das Gespür dafür, sich in die Gedanken eines anderen zu versetzen. Wie kann sich jemand in dem Bilder und Ideen entstanden und gewachsen sind, in jemanden hineinversetzen, der eben bei diesem Entstehungsprozess nicht dabei war? Man hat immer den Blick von innen nach außen. Komplett wird der Blick jedoch nur aus mehreren Perspektiven. Zur Selbstwahrnehmung gehört das eigenen Gefühl, wie der Blick in einen Spiegel und dann – ganz wichtig – auch die Rückmeldung von außen, von Bekannten und Fremden. So entsteht ein Selbstbild.

Darum ist ein weiterer Professioneller Blick über ein literarisches Werk. Dieses kann nur verständlich und glaubwürdig vermittelt werden, wenn viele Aspekte von innen und außen betrachtet werden.

Ein Verlag/Lektor stellt die Fragen, die der Leser nicht stellen kann. Er kann Bilder zeichnen, die auch für den nicht Eingeweihten etwas verständlich transportieren. Und ein Verlag hat Erfahrung mit dem Bilder gestalten. Er kennt die Distanz die oft zwischen der Vorstellung eines Bildes und wie dieses Bild real umgesetzt dann aussieht und wirkt.

Wünschenswert ist, dass sich zuletzt beide finden und mit dem Ergebnis glücklich sind. Aus dem „Traumschloss“ muss ein wirkliches reales Gebäude werden, das auf festem und sicherem Grund steht.